Was End of Life konkret bedeutet
Ab dem 14. Oktober 2025 veröffentlicht Microsoft keine Sicherheitsupdates mehr für Windows 10. Jede danach entdeckte Schwachstelle – und täglich werden neue gefunden – bleibt dauerhaft offen. Das System läuft weiter, aber ungeschützt.
Für Privatnutzer ist das ein kalkulierbares Risiko. Für Unternehmen, die personenbezogene Daten verarbeiten, kann ein unsupportetes System schnell zum DSGVO-Verstoß werden. Datenschutzbehörden erwarten den aktuellen Stand der Technik – und dazu gehören laufende Sicherheitsupdates.
Deine drei Optionen
Option 1: Upgrade auf Windows 11 — kostenlos, aber die Hardware muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen: TPM 2.0, kompatible CPU (Intel 8. Gen oder neuer, AMD Zen 2 oder neuer), mindestens 4 GB RAM und 64 GB Speicher. Geräte vor ca. 2018 fallen häufig raus.
Option 2: Extended Security Updates (ESU) — Microsoft verkauft Sicherheitsupdates bis Oktober 2026 für rund 30 US-Dollar pro Gerät und Jahr. Gedacht für Unternehmen, die Zeit zur Migration brauchen. Kein langfristiger Plan, aber ein Überbrückungsweg.
Option 3: Neues Gerät — wenn der Rechner älter als 5–6 Jahre ist, oft die wirtschaftlichste Lösung. Neue Hardware mit vorinstalliertem Windows 11 ist oft günstiger als Lizenzerweiterungen für alte Geräte.
Hardware-Check – so geht's
Windows selbst prüft die Kompatibilität: Start → „PC-Integritätsprüfung" eingeben und ausführen. Das kostenlose Open-Source-Tool WhyNotWin11 liefert noch präzisere Informationen – es zeigt genau, welche Anforderung nicht erfüllt ist.
Häufigster Grund für fehlende Windows-11-Kompatibilität: TPM 2.0 nicht aktiviert. Das lässt sich im BIOS/UEFI oft nachträglich einschalten, ohne Hardware zu tauschen.
Fazit
Der 14. Oktober 2025 ist ein harter Schnitt. Kein Patch, kein Support, kein sicherer Betrieb. Für Privatnutzer: prüfen, upgraden oder ersetzen. Für Unternehmen: rechtzeitig planen, Geräte inventarisieren und gegebenenfalls IT-Unterstützung holen.