Was Copilot verspricht – und wo er wirklich steht
Microsoft hat Copilot als die größte Produktivitätsrevolution seit der Einführung von Windows angekündigt. Seit Ende 2023 steckt er in Word, Excel, PowerPoint, Teams, Outlook, Edge und seit dem 24H2-Update auch tiefer in Windows selbst. Das klingt beeindruckend. Der Alltag sieht differenzierter aus.
In Word und PowerPoint ist Copilot tatsächlich nützlich: Entwürfe generieren, Texte umformulieren, Präsentationen aus Stichpunkten aufbauen. Die Qualität ist solide – kein Ersatz für einen guten Texter, aber ein brauchbarer Ausgangspunkt, der Zeit spart.
Teams-Zusammenfassung: das stärkste Feature
Die automatische Meeting-Zusammenfassung in Teams ist das Feature, das am häufigsten echten Nutzen bringt. Wer nicht von Anfang an dabei war oder schnell den Überblick braucht, bekommt eine strukturierte Zusammenfassung mit Beschlüssen und Action Items – ohne die Aufnahme durchzuhören. Das funktioniert gut.
Wo Copilot nervt
Die Copilot-Seitenleiste in Windows ist im Alltag nahezu nutzlos. Zu langsam, zu generisch, zu oft mit Verweisen auf Webseiten statt direkten Antworten. In Edge fühlt sich die Integration aufgezwungen an. Auch in Excel stößt Copilot bei komplexeren Formeln schnell an seine Grenzen.
Die Kostenfrage – und das ehrliche Fazit
Copilot für Microsoft 365 kostet 30 Euro pro Nutzer und Monat zusätzlich zur bestehenden M365-Lizenz. Bei 10 Mitarbeitern sind das 3.600 Euro pro Jahr extra. Für Teams, die täglich mit Word, Teams und Outlook arbeiten und viele Meetings haben: kann sich lohnen. Für kleinere Betriebe oder Gelegenheitsnutzer: zu teuer.