Was sich wirklich verbessert hat
Microsoft hat Teams komplett neu in React Native geschrieben – weg von der trägen Electron-Basis. Das Ergebnis ist spürbar: Der Start dauert auf einem normalen Business-Laptop statt 15–20 Sekunden nur noch 3–5 Sekunden. Meetings öffnen schneller, der RAM-Verbrauch ist von teils 700 MB auf rund 200–300 MB gesunken.
Im Drei-Wochen-Test war der Unterschied im Alltag merklich. Besonders auf älteren Business-Laptops mit 8 GB RAM läuft Teams 2.0 deutlich stabiler – kein Einfrieren mehr beim Wechsel zwischen Kanälen und Chats.
Was noch fehlt oder anders läuft
Das Update ist kein perfekter 1:1-Ersatz. Einige Punkte, die im Test aufgefallen sind:
- Ältere Drittanbieter-Apps aus dem Teams-Store funktionieren teils nicht vollständig
- Wiki-Tabs wurden entfernt; Microsoft empfiehlt den Umstieg auf OneNote-Tabs
- Die Benachrichtigungs-Einstellungen wurden überarbeitet – gewohnte Optionen sind an anderen Stellen
- Einige Nutzer berichten von kurzen Synchronisierungsproblemen bei Kanal-Dateien direkt nach dem Wechsel
Migration: Update oder warten?
Für Neuinstallationen und frische Teams-Umgebungen: direkt Teams 2.0 nehmen. Kein Grund, auf die alte Version zu warten. Für bestehende Umgebungen mit vielen Drittanbieter-Apps: erst prüfen, ob die genutzten Apps kompatibel sind.
Microsoft rollt das Update ohnehin automatisch aus – ab einem bestimmten Datum gibt es keine Wahl mehr. Besser, man kennt die Änderungen vorher.
Fazit
Teams 2.0 ist ein echtes Upgrade – das erste seit Jahren, das sich im Alltag wirklich bemerkbar macht. Die fehlenden Features sind Schönheitsfehler, die Microsoft mit monatlichen Updates nachliefert. Wer Teams aus Geschwindigkeitsgründen gemieden hat: noch einmal ausprobieren.